Kirche Panagia Chalkeon

Overview

Era: 
Βyzantinischen
Type: 
Kirchen
Culture: 
Christian Denkmal
Century: 
11th century
Latitude: 
40.636846
Longitude: 
22.943615

Geschichte/Name: Die Panagia Chalkeon Kirche, die wegen ihrer reinen Backsteinenkonstruktion auch als die "Rote Kirche" bekannt ist, befindet sich südwestlich des Forum Romanum von Thessaloniki, nördlich von Egnatia Straße. Sie ist die einzige aufbewahrte Kirche der mittleren byzantinischen Periode in Thessaloniki. Nach der Stifterinschrift des Marmortursturzes am Westeingang, wurde sie im Jahre 1028 n. Chr. vom Protospatario und Kommandant von Logovardia (Apulien) Christophoros und seiner Familie in Ehren der Jungfrau Maria gebaut und zwar in der Position, wo ein Heidentempel vorexistierte. Im Jahre 1430 wurde die Kirche in eine Moschee umgewandelt und den Namen Kazancilar (d.h. die Moschee der Kupferschmieden) gegeben, weil es in der Gegend viele Kupferschmieden aus der byzantinischen Zeit bis heute gibt; daher kommt auch der heutige Name "Panagia Chalkeon" (die Jungfrau der Kupferschmieden). Der byzantinische Name könnte wohl auch "Panagia Chalkoprateion", wie die Kirche in Konstantinopel, gewesen sein. Das Gotteshaus wurde mit der Befreiung von Thessaloniki wieder dem Christentum zurückgegeben. Das Erdbeben von 1932 verursachte mehrere Schäden, die in den frühen 30er Jahren restauriert wurden, als die Böschungen, die das Denkmal bis zur Höhe des Marmorsgesimses abdeckten, entfernt wurden.

Architektur: Die Kirche Panagia Chalkeon gehört zu der Art der "Kreuzkuppelkirche vom komplexen Viersäulentypus", die von einer zentralen, mit Hilfe von vier Säulen getragenen Kuppel gekennzeichnet ist. Auf der Westseite gibt es eine zweigeschossige Vorhalle, die mit zwei Kuppeln bedeckt ist. Im östlichen Teil bildet sich ein dreigliedriger Altarraum mit einer dreiseitigen geschlossenen zentralen Apsis in Äußerem. In der Mitte der Nordseite ragt aus der Wand das Grab des Gründers der Kirche in einem Arkosolio (in einer gegrabenen Apsis). Die ganze Kirche ist mit der Verdeckte-Schicht-Technik gebaut und die Außenwände sind mit vielen Fenstern, Bögen, Sägezahnfriesen, Gesimsen, aus Stein gebauten Halbsäulen, Säulchen und Pfeilern, sowie mit einem um das gesamte Gotteshaus laufenden Marmorgesims geschmückt. Auf der Südseite unterhalb von dem Gesims, sind keramische glasierte Kacheln von koufiki Verzierung (d.h. von dekorativen Elementen, die die alte arabische Schrift nachahmen, mit der zum ersten Mal der Koran in der Stadt Koufa im heutigen Irak geschrieben wurde) erhalten.

Wandverzierung: Der Verzierung der Kirche gehört zu zwei unterschiedlichen Phasen. Die erste Phase ist die Zeit der Errichtung des Gotteshauses, nach der Stifterinschrift auf der Bemalung des Altarraums, und ist im zweiten Quartal des 11. Jahrhunderts (1030-1040m.Ch.) abzuschätzen. In dieser Phase gehören die Wandmalereien der Kuppel, die die Szene von Christi Himmelfahrt enthält; die Jungfrau Maria, die Bischöfe und zwei Szenen aus der Eucharistia (Abendmahl), die den Altarraum verzieren; Szenen aus dem christologischen Zyklus an den Wänden des Kirchenschiffs; und die großartige Synthese der Wiederkunft in der Vorhalle. Die zweite Phase der Verzierung der Kirche gehört zu der Epoche der Palaeologen und ist in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts datiert. In dieser Phase gehören die Darstellung der Strophen von Hymnus Akathistos (Mariendichtung „nicht im Sitzen“ gesungen) und die Überreste aus der Szene von Mariä Himmelfahrt, die an der Westwand unter dem Gesims erhalten sind.