Kirche Taxiarchon

Overview

Era: 
Βyzantinischen
Type: 
Kirchen
Culture: 
Christian Denkmal
Century: 
14th century
Latitude: 
40.639954
Longitude: 
22.954476

Im nordöstlichen Teil der Oberstadt von Thessaloniki, auf der Theotokopoulou Straße, kurz vor der Kreuzung mit der Straße Akropoleous, befindet sich die Kirche Taxiarchon (der Erzengel), derer Bau in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts gelegt ist. Es handelt sich um ein Gebäude, das aus einer mittleren, holzgedeckten Halle besteht, die an der Nord-, West- und Südseite von einem Peristyl umgeben ist. Das Peristyl, ein charakteristisches Element der kirchlichen Architektur der Stadt im 14. Jahrhundert, ist mit Pultdächern abgedeckt und endet östlich in zwei Räumen/Kapellen, während es in seiner ursprünglichen Form offen auf der West- und Südseite gewesen sein soll. Das Äußere des Gebäudes stellt die übliche plastische Formgebung von postbyzantischen Gotteshäusern von Thessaloniki dar: überlagerte Blendarkaden, aus Stein gebaute kleine Säulen und einzelne oder doppelte Sägezahnfriese. Es ist bemerkenswert, dass im Erdgeschoss der Kirche eine Krypta geformt ist, in der sich mehrere Portiki bilden. An den Wänden der Portiki formen sich dreiseitige Räume, die als Grabstätten, vermutlich von Mönchen, benutzt wurden, was impliziert, dass das Denkmal anfänglich die Hauptkirche eines kleinen, heute unbekannten, byzantinischen Klosters gewesen war. Von der Bemalung der Kirche sind nur zwei Wandmalereien in der Ost- und Westgiebel erhalten, die aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts stammen und die Christi Himmelfahrt beziehungsweise das Pfingsten darstellen.

Nach der Eroberung von Thessaloniki durch die Türken im Jahre 1430 wurde die Kirche Taxiarchon von Gazi Hüseyin Bey in eineMoschee umgewandelt und bekam ein Minarett, das einen doppelten Balkon hatte. Aufgrund dieses einzigartigen architektonischen Elementes des Minaretts wurde das Gebäude während der osmanischen Besetzungszeit «Iki Şerife Moschee" genannt, d.h. "die Moschee mit zwei Balkonen." Nach dem Volksglauben und der lokalen Tradition symbolisierten die zwei Balkone die beiden großen Erzengel Michael und Gabriel. Die lange Nutzung des Denkmals als eine Moschee verursachte viele Veränderungen an dem Gebäude. Nachträgliche Ergänzungen fanden auch statt: um die Kirche zu erweitern, wurde in den vergangenen Jahren eine enge und geschlossene Vorhalle an der Westseite gebaut und auf der Südseite wurde ein neues Schiff geformt.