Kloster Latomou

Overview

Era: 
Βyzantinischen
Type: 
Kirchen
Culture: 
Christian Denkmal
Century: 
5th century
Latitude: 
40.642366
Longitude: 
22.951324

Geschichte/Name: Das Kloster Latomou (oder die Osios David Kirche) befindet sich in der Oberstadt von Thessaloniki, südwestlich des Klosters Vlatadon. Ein Dokument des 9. Jahrhunderts (die ‚Erzählung‘ des Ignatius) gibt uns Informationen über die Geschichte der Kirche, die nicht in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben ist. Es wird geschätzt, dass das Gotteshaus, ehemals eine Klosterhauptkirche, bis zum 5. Jahrhundert n. Chr. auf römischen Ruinen gegründet wurde und durch Förderung einer anonymen Frau geschmückt wurde. Ursprünglich war es dem Propheten Sacharja gewidmet. Während des Ikonoklasmus wurde die Mosaik- Verzierung der Nische des Altarraums mit Ochsenleder und Mörtel bedeckt, um geschützt zu werden, und nach einem Erdbeben, während der Regierungszeit von Kaiser Leontos dem Armenier (813-820 n. Chr.) entdeckt. Zu Ehren dieses Ereignisses wurde das Kloster dem Erlösern Christus des Latomos („Steinbrecher“) oder der Latomen, (dank der Steinbrüche, die im Bereich existierten) gewidmet. In dem 12. Jahrhundert wurde die Klosterhauptkirche renoviert und mit Wandmalereien verziert, die im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert erneuert wurden. Ihre Umwandlung vermutlich im 16. Jahrhundert zur Moschee, die als Suluca oder Murat oder Kerementim bekannt war, führte noch einmal zur Abdeckung von dem Wandschmuck mit Mörtel. 1921 wurde die Kirche dem Christentum zurückgegeben und St. David gewidmet. Dann wurde die Verzierung entdeckt.

Architektur: In seiner ursprünglichen Form war das Gotteshaus ein quadratisches Gebäude mit einer halbrunden Apsis auf der Ostseite und einen Eingang auf der Westseite. Im Inneren des quadratischen Gebäudes waren ein Kreuz und vier Eckfächer eingekesselt, die das Gotteshaus der Art der kreuzförmigen Basilika zuordnen lassen. Der zentrale Bereich war mit einer Kuppel überdacht. Heute fehlt der westliche Teil der Kirche völlig, eine Zerstörung, die bereits vor der Umwandlung der Kirche in eine Moschee stattgefunden haben soll, denn die Basis des Minaretts wurde an der südwestlichen Ecke des Fachs entdeckt. Als Folge dieser Beschädigungen und Umwandlungen wurde das Gehäuse verändert und der Eingang auf die Südseite der Kirche verlegt.

Wandverzierung: Bei den Mosaiken und Fresken an den Wänden der Kirche befinden sich Werke, die Stationen für die Geschichte und Entwicklung der byzantinischen Kunst darstellen. Man kann drei Phasen in der Verzierung der Kirche unterscheiden: Das Mosaik, das die Halbkuppel des Altarraums schmückt, ist im letzten Quartal des 5. Jahrhunderts datiert und stellt eine Epiphanie dar. In der Mitte der Komposition dominiert der junge Christus, der von den Symbolen der vier Evangelisten umgegeben ist. Unter den Füßen des Christus findet sich ein Fluss (Jordan oder Chovar). Links und rechts zwei ältere Figuren, vermutlich die Propheten Ezechiel und Habakuk, sind Zeugen des triumphalen Auftritts von Christus. In diesem Mosaic wird der Einfluss der griechisch-römischen Tradition deutlich. Die Wandmalereien (die Geburt, die Taufe, und Spuren aus der Darbringung und der Verklärung), die den südlichen Raum des Gotteshauses schmücken, sind aus dem dritten Viertel des 12. AD Jahrhunderts datiert und spiegeln die Kunstrichtungen zum Zeitpunkt der Komninon Kaiserdynastie wider. Im nördlichen Teil des Kreuzes sind Fragmente von Wandmalereien aus dem späten 13. Jahrhundert / Anfang von 14. n. Chr. erhalten, die Vertreter der ältesten Beispiele der Kunst der Zeit der Palaeologen Kaiser in Thessaloniki sind.