Hamza Bey

Overview

Era: 
Post-byzantinischen
Type: 
Moscheen
Culture: 
Ottoman Monument
Century: 
15th century
Latitude: 
40.637319
Longitude: 
22.941834

Die Hamza Bey Moschee ist auch als Alcazar (aus dem Namen des historischen Kinos, das für viele Jahre in diesem Platz während des 20. Jahrhunderts funktionierte) bekannt. Sie liegt im Zentrum von Thessaloniki an der Kreuzung der Egnatia- und Venizelou-Straße. Es handelt sich um eine eindrucksvolle Moschee, die eines der bedeutendsten Beispiele der osmanischen Architektur in Griechenland ist. Wie wir aus einer Stifterinschrift erfahren, wurde ihr Aufbau im Jahre 1467 von Hafsa Hatun, der Tochter des türkischen Offiziers Hamza Bey, veranlasst. Es war die erste Moschee, die in der Stadt wenige Jahre nach ihrer Eroberung durch die Türken (1430) gebaut wurde. In der ersten Phase funktionierte sie ein mesçid, d.h. eine Stadtteil-Moschee ohne Minarett. Sie bestand zunächst aus einer einzelnen Gebetshalle quadratischen Grundrisses, unter einer Kuppel mit einer Höhe von 17 Metern, die mit Bleiplatten bedeckt war. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, zwischen 1570 und 1592, aufgrund der Zunahme der muslimischen Bevölkerung in Thessaloniki, wurde das Gebäude erweitert: zwei rechteckige Bereiche wurden auf der Nord- und Südseite der ursprünglichen Halle errichtet; ein überdachter Säulengang vom unregelmäßigen, trapezförmigen Grundriss, der eine große Terrasse umgibt, wurde im Westen gebaut; und ein Minarett wurde erhoben. Im Jahre 1620 - der zweiten Stifterinschrift nach - fanden durch Kapici Mehmed Bey umfangreiche Reparaturarbeiten im Gebäude statt, um ernsthafte Schäden, die vermutlich aus einem Erdbeben oder einem Feuer entstanden waren, zu restaurieren.
Die Hamza Bey Moschee wurde unmittelbar nach der Befreiung von Thessaloniki im Jahre 1912 nicht mehr als eine Moschee verwendet. In den folgenden Jahren erlitt sie mehrere Beschädigungen und ungeschickte Eingriffen und fand verschiedene Anwendungen, mit logischer Folge die deutliche Veränderung ihres Charakters. Im Jahre 1917 erlitt sie Schäden durch den großen Brand, der einen Großteil der Innenstadt zerstörte. Im Jahre 1925 wurde ihr Minarett abgerissen. Im Gebäude wurden Flüchtlinge beherbergt, während viele seiner Bereiche modifiziert wurden, um Geschäfte unterzubringen. Der größte zeitgenössische Eingriff fand allerdings im Atrium statt, das zu einem Kino verwandelt wurde, das zuerst als offen und später als geschlossen mit einem Metalldachs funktionierte. In den letzten Jahrzehnten wurde das Bauwerk verlassen. Im Jahre 2006 fang durch den Archäologischen Dienst ein Schutz-Programm für das Denkmal an, mit dem Ziel, es als Museum wiederzuöffnen. In diesem Museum sollen die Ergebnisse der Ausgrabungen, die in der Stadt anlässlich des Baus der U-Bahn durchgeführt werden, präsentiert werden können.