Kirche Agios Athanasios

Overview

Era: 
Post-byzantinischen
Type: 
Kirchen
Culture: 
Christian Denkmal
Century: 
19th century
Latitude: 
40.633871
Longitude: 
22.948356

Die Kirche Agios Athanasios liegt in der Innenstadt, im Südosten der Kirche Acheropoietos, an der Kreuzung der Egnatia- und Sokratous Straßen. Wie die Inschrift über dem südlichen Eingang des Gebäudes beweist, wurde das Gotteshaus im Jahre 1818 gebaut. Es handelt sich um eine holzgedeckte, dreischiffige Basilika mit einem für Frauen bestimmten Bereich im Dachboden der Kirche, dem sogenannten Gynaikonitis, der eine weit verbreitete architektonische Art in Makedonien während der osmanischen Besatzungszeit, vor allem im 19. Jahrhundert war. Die Außenwand auf der Westseite des Gebäudes ist besonders sorgfältig erarbeitet, mit geschnitzten Steinen abwechselnd mit Ziegeln. Die Nord- und Südwände des Denkmals sind mit unregelmäßigen Steinen, umgeben von Holzrahmen, gebaut. Im Inneren der Kirche ist der Gynaikonitis U-förmig, d.h. dass er sich teilweise auf den Seitenschiffen erstreckt, während der Nordseite entlang sich ein sogenanntes Makrynariki, d.h. ein separater länglicher Raum, der meist in Klöstern zu finden ist, befindet. Das hölzerne Dach des Gebäudes ist mit verschiedenen geometrischen Formen geschmückt, während sich in der Mitte ein großer holzgeschnitzter Scheitelstein findet. Das originale bemalte Templon der Kirche wurde entfernt und mit einem neuen, hölzernen ersetzt, auf dem alte Ikonen aus dem 16., 18. und 19. Jahrhundert angepasst worden sind.
Die Kirche Agios Athanasios wurde an Stelle eines frühen Gotteshauses gebaut, der durch einen Brand im Jahre 1817 zerstört wurde. Obwohl es nicht überprüft ist, kann es sein, dass das aus historischen Quellen des 14. Jahrhunderts bekannte "Metochi" (Klosterfiliale) Agios Athanasios von Thessaloniki sich im gleichen Bereich befand. Im Jahre 1569 wurde die Kirche mit dem ganzen Grundbesitz von dem Bischof in Veria unter dem Namen Theophanes Malakis aufgekauft und dem Vlatadon Kloster gewidmet. Während der osmanischen Besetzungszeit gab es Streitigkeiten und Kontroversen zwischen dem Erzbistum von Thessaloniki und dem Vlatadon Kloster über den Besitz der Kirche, während die Pfarrei von St. Athanasius einer der größten und wohlhabendsten Stadtteile war.